Irina Kaldrack
Projekt: Frequenzen, Körper, Bilder
Dr. Irina Kaldrack
irina.kaldrack(at)unibas.ch
Irina Kaldrack studierte Mathematik und Theaterwissenschaft in Mainz und Berlin. Sie promovierte in Kulturwissenschaft (Hu Berlin) und war Postdoktorandin am Graduiertenkolleg «Automatismen» an der Universität Paderborn. Zur Zeit ist sie wissenschaftliche Miarbeiterin bei eikones NFS Bildkritik an der Universität Basel.
In ihrer Promotion «Imaginierte Wirksamkeit. Performances und Bewegungserkennung» (Berlin 2011) untersuchte Kaldrack Performances, in denen die Darstellenden mittels interaktiver Videotechnologie eine computergesteuerte Bühne beeinflussen. Die Kombination theater-, mathematik-, technik- und wissensgeschichtlicher Ansätze erlaubt, die Performances historisch zu kontextualisieren und daran anknüpfend als Versinnlichung spezifischer Subjekt-Welt-Modelle zu begreifen.
Kaldracks aktuelles Forschungsprojekt «Frequenzen, Körper, Bilder» untersucht die Medialität filmischer Bilder am Beispiel der Darstellung menschlicher Körperbewegung. Es geht davon aus, dass filmische Formen auf spezifische Weise Phänomene der Realität in die Wahrnehmung der Rezipienten übersetzen. Gefragt wird, wie die filmische Darstellung körperlicher Bewegung in der Schichtung verschiedener Ebenen entsteht: Aufnahme, Repräsentation und Formalisierung verbinden sich mit apparativen Formen und Darstellungweisen der Bewegung sowie mit der Organisation von Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit der Betrachter. Kaldrack analysiert Filmtheorien und konkrete Filme, um das Verhältnis zwischen dargestellter Bewegung und Wahrnehmungsorganisation in unterschiedlichen filmischen Formen zu bestimmen. Ziel ist, die Medialität filmischer Bilder historisch genau als relationale Kategorie zu fassen.
Das Projekt ist Teil ihrer Habilitation, die den Arbeitstitel «Medien zwischen Wahrnehmung, Messung und Wirksamkeiten» trägt. Die zentrale Frage ist, wie der Zusammenschluss von Messung, Darstellung, Wahrnehmung und Wirkungen unter medientechnologischen Bedingungen theoretisch zu fassen ist. Untersucht werden Medien als Schichtungen von Vermessung, Notation und Repräsentation mit Formen der Operativität auf der einen Seite. Diese verbinden sich auf Seiten des Subjekts mit Formen der Wahrnehmung, der Handlungsmöglichkeiten und des Wissens. Das Ziel ist, Medien als relationale Konstellationen zu beschreiben, die in ihren historischen Kontexten erst zu Vermittlern werden.
Forschungsschwerpunkte sind: Medialität technischer Medien, Mediengeschichte, Wissensgeschichte menschlicher Bewegung und Kulturgeschichte der Mathematik.
irina.kaldrack(at)unibas.ch
Irina Kaldrack studierte Mathematik und Theaterwissenschaft in Mainz und Berlin. Sie promovierte in Kulturwissenschaft (Hu Berlin) und war Postdoktorandin am Graduiertenkolleg «Automatismen» an der Universität Paderborn. Zur Zeit ist sie wissenschaftliche Miarbeiterin bei eikones NFS Bildkritik an der Universität Basel.
In ihrer Promotion «Imaginierte Wirksamkeit. Performances und Bewegungserkennung» (Berlin 2011) untersuchte Kaldrack Performances, in denen die Darstellenden mittels interaktiver Videotechnologie eine computergesteuerte Bühne beeinflussen. Die Kombination theater-, mathematik-, technik- und wissensgeschichtlicher Ansätze erlaubt, die Performances historisch zu kontextualisieren und daran anknüpfend als Versinnlichung spezifischer Subjekt-Welt-Modelle zu begreifen.
Kaldracks aktuelles Forschungsprojekt «Frequenzen, Körper, Bilder» untersucht die Medialität filmischer Bilder am Beispiel der Darstellung menschlicher Körperbewegung. Es geht davon aus, dass filmische Formen auf spezifische Weise Phänomene der Realität in die Wahrnehmung der Rezipienten übersetzen. Gefragt wird, wie die filmische Darstellung körperlicher Bewegung in der Schichtung verschiedener Ebenen entsteht: Aufnahme, Repräsentation und Formalisierung verbinden sich mit apparativen Formen und Darstellungweisen der Bewegung sowie mit der Organisation von Wahrnehmung und Handlungsfähigkeit der Betrachter. Kaldrack analysiert Filmtheorien und konkrete Filme, um das Verhältnis zwischen dargestellter Bewegung und Wahrnehmungsorganisation in unterschiedlichen filmischen Formen zu bestimmen. Ziel ist, die Medialität filmischer Bilder historisch genau als relationale Kategorie zu fassen.
Das Projekt ist Teil ihrer Habilitation, die den Arbeitstitel «Medien zwischen Wahrnehmung, Messung und Wirksamkeiten» trägt. Die zentrale Frage ist, wie der Zusammenschluss von Messung, Darstellung, Wahrnehmung und Wirkungen unter medientechnologischen Bedingungen theoretisch zu fassen ist. Untersucht werden Medien als Schichtungen von Vermessung, Notation und Repräsentation mit Formen der Operativität auf der einen Seite. Diese verbinden sich auf Seiten des Subjekts mit Formen der Wahrnehmung, der Handlungsmöglichkeiten und des Wissens. Das Ziel ist, Medien als relationale Konstellationen zu beschreiben, die in ihren historischen Kontexten erst zu Vermittlern werden.
Forschungsschwerpunkte sind: Medialität technischer Medien, Mediengeschichte, Wissensgeschichte menschlicher Bewegung und Kulturgeschichte der Mathematik.
Publikationen
Tanz - Film - Computer. Die Bühnentänze Oskar Schlemmers
In: bauhaus & film
Tode T. (Hg.)
Wien, in Vorbereitung
Tode T. (Hg.)
Wien, in Vorbereitung
Teilmengen. Mengen teilen
In: 2. Medienwissenschaftliches Symposium der DFG Soziale Medien - Neue Massen
Lüneburg, in Vorbereitung
Lüneburg, in Vorbereitung
Medienwissenschaften
In: Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Online, Fachgebiet: Medienpädagogik
Meister D., von Gross F., Sander U. (Hg.),
in Vorbereitung
Meister D., von Gross F., Sander U. (Hg.),
in Vorbereitung
Gehen in der Datenbank - Der BMLwalker
In: Die Datenbank als mediale Praxis
Böhme S., Nohr R. F., Wiemer S. (Hg.)
Münster, 2012
Böhme S., Nohr R. F., Wiemer S. (Hg.)
Münster, 2012
Medienperformances in kulturhistorischer Perspektive. Forest II: Bewegung im verräumlichten Display
In: Theater intermedial. Medien im Deutschunterricht 2008
Bönnighausen M., Paule G. (Hg.)
München, 2009
Bönnighausen M., Paule G. (Hg.)
München, 2009
Rekonstruktion historischer Interferenzen von Theater und optischen Medien. Der Raum der barocken Maschinenbühne
In: skizzen des verschwindens - theatrale raumpraktiken
Bosse C., Nägele C. (Hg.)
Frankfurt am Main, 2007
Bosse C., Nägele C. (Hg.)
Frankfurt am Main, 2007